Public lab - Das Handyfilmprojekt in Hannover

Public lab - Das Handyfilmprojekt in Hannover

Ein Beteiligungsprojekt mit Hannoveraner Jugendlichen und den Medienkünstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich
April – Juni 2015

Die Handytechnik macht es möglich: Längst kommunizieren Jugendliche nicht mehr nur mit Worten über soziale Netzwerke. Immer häufiger übermitteln sie sich ihre Botschaften gegenseitig über Handyfilme. Mit selbst gedrehten Filmen tauschen sie sich über ihre Alltags- und Lebenswelt aus und bringen ihre Sehnsüchte, Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse, Ängste, kurz: ihre „Weltanschauung“  zum Ausdruck.

Seit 2006 sammeln die beiden Medienkünstlerinnen Eva Paulitsch (Berlin) und Uta Weyrich (Stuttgart) dieses Bildmaterial „von der Straße“ und bauen ein digitales Handyfilmarchiv auf. Ihr Interesse gilt den, wie sie es nennen: "No Story Videos" - selbstgedrehten Filmen, die nebenbei entstehen und die für den Moment gemacht sind. Auf dieses oft schon vergessene Filmmaterial sprechen sie die Jugendlichen an und retten es vor dem "Delete", indem sie es via Bluetooth von den Handys der Jugendlichen auf ihr Handy wandern lassen.

Public lab ist  ein Kooperationsprojekt mit dem Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Kulturelle Kinder- und Jugendbildung. Frau Franziska Schmidt ist die Schnittstelle und stellte Kontakte zu Kooperationspartnern und den einzelnen Stadtteilzentren her. Die Hannoveraner Aktion ist angelegt als Kooperationsprojekt mit folgenden weiteren Partnern: dem Freizeitheim Lister Turm, dem Stadtteilzentrum KroKuS, dem Kulturtreff Hainholz, dem Jugendzentrum Sahlkamp, dem Freizeitheim Vahrenwald, dem Freizeitheim Ricklingen, der junge Kunstklub kunststoff des Kunstvereins Hannover, bei denen das innovative Projekt zur Veranstaltung play(hart) und Liebes Tagesbuch zu Gast sein wird.

Beide Künstlerinnen haben große Erfahrung im Umgang mit benachteiligten Jugendlichen, die durch dieses Projekt hohe Wertschätzung und die Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung erleben. Mit Blick auf die rasante demografische Entwicklung in Hannover bietet dieses Medienprojekt die Chance, die allgemeine Wahrnehmung für die Belange Jugendlicher allgemein und besonders bildungsbenachteiligter, gelegentlich problematischer und gettoisierter Jugendlicher zu schärfen  und ihre Lebenswelt stärker ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken. Durch die verschiedenen Ausstellungsorte und geplanten Präsentationen wird die Welt der Jugendlichen in einem ungewohnten Kontext präsentiert, der jedoch Potential für vielfältigste, spannende Begegnungen und regen Austausch zwischen unterschiedlichsten gesellschaftlichen Milieus hat.

Fazit

Das Handyfilmprojekt von Eva Paulitsch und Uta Weyrich entspricht mit seiner Beteiligungsstruktur und Vernetzung unterschiedlichster Akteure aus den Bereichen Soziales und Kultur. Es  kann mit seinen verschiedenen Kooperationspartnern Pilot- und Signalwirkung entfalten und  trägt zur Imagebildung der Stadt bei.

Mehr Infos unter www.pw-video.com und https://www.facebook.com/#!/pages/Handyfilmprojekt/1437928119851979?fref=ts

Ein Kooperationsprojekt mit dem Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Stadtteilkulturarbeit, kulturelle Kinder- und Jugendbildung und dem Bereich Fachbereich Jugend und Familie Bereich ‚Kinder- und Jugendarbeit, Landeshauptstadt Hannover.